Essener Philharmoniker

Spielzeit 2016/2017: Kammerkonzerte

Im Aalto-Foyer

Wolfgang Amadeus Mozart Klavierquartett g-Moll, KV 478
Franz Schubert Klavierquintett A-Dur, D 667 “Forellenquintett”

Mit Florian Geldsetzer, Violine | Annette Meier-Krüger, Viola | Annika Lilje, Violoncello Michael Giesen, Kontrabass | Zeynep Artun-Kircher, Klavier

Während seiner Arbeit an der “Hochzeit des Figaro” erhält Mozart den Auftrag, drei Klavierquartette zu schreiben. Seinerzeit als begleitete Klaviermusik bekannt, möchte er diese Maxime jedoch aufbrechen und die Instrumente vielmehr dialogisch konfrontieren und gleichberechtigt behandeln. So schafft Mozart es, einen bunten Blumenstrauß an Variationen zu präsentieren – vom Quasi-Klavierkonzert über die musikalische Unterhaltung zwischen Streichtrio und Klavier hin zum strengen Quartettsatz. Seinen Beinamen erhält Franz Schuberts einziges Klavierquintett nicht zufällig. “Auf besonderes Ersuchen” des Mäzens Silvester Paumgartner komponiert Schubert seinen Neuling genau nach den zwei Vorstellungen des Auftraggebers: Orientierung an Johann Nepomuk Hummels Quintett op. 87 einerseits, Variationen über Schuberts “Die Forelle” andererseits – denn Paumgartner ist “über das köstliche Liedchen ganz entzückt”. Der vierte Variationssatz schenkt dem “Forellenquintett” dann nicht nur seinen Namen, sondern verleiht ihm vollends seine ganz besondere Aura – ein Werk von vitaler Frische, Leichtigkeit und Unbekümmertheit.