Essener Philharmoniker

Spielzeit 2015/2016: Sinfoniekonzerte

Lʼubica Čekovská “Palingenia” (Uraufführung)
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

“Palingenia”, die Eintagsfliege, stand Patin für L’ubica Čekovskás neuestes Orchesterwerk. Die wesentliche Inspirationsquelle für die slowakische Komponistin war dabei – neben der Arbeit in ihrem Garten – ein Märchen von Hans Christian Andersen: „Der letzte Traum der alten Eiche“. „Ich habe Tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich bin“, lässt der dänische Autor das kleine Insekt in der Erzählung seine kurze, aber intensive Existenz rechtfertigen. L’ubica Čekovská spürt in “Palingenia” musikalisch den kleinen, nahezu perfekten Augenblicken des Lebens nach. Mit der Ewigkeit hingegen setzt sich Gustav Mahlers 5. Sinfonie auseinander. Das Adagietto, der vierte Satz, wurde durch die Verwendung in Viscontis Verfilmung von Thomas Manns “Der Tod in Venedig” unsterblich. Was genau Gustav Mahler zur Komposition dieses todessehnsüchtigen Stückes bewegen mochte, liegt im Dunkeln. Denn seine schöpferische Kraft stand auf ihrem Höhepunkt, er war höchst erfolgreicher Leiter der Wiener Hofoper, 1902 hatte er mit Alma Schindler eine der umschwärmtesten Frauen Wiens geheiratet und eine Tochter bekommen. Nichtsdestotrotz – Mahlers Fünfte hat sich als ein zentrales Werk der Musikgeschichte herausgestellt.